Ziel der Not­fall­dar­stel­lung ist es nicht nur, dass die Teil­neh­mer ler­nen, Wun­den rich­tig zu schmin­ken, son­dern dass sie viel­mehr auch ein Gefühl dafür bekom­men, die Ver­let­zung oder Erkran­kung ent­spre­chend dar­stel­len zu kön­nen. Ein gebro­che­ner Arm muss nicht nur aus­se­hen, wie ein Bruch. Der Dar­stel­ler muss auch wis­sen, dass er Schmer­zen äußern muss, wenn bei­spiels­wei­se bei einer Übung ein Feu­er­wehr­mann den Arm des Dar­stel­lers berührt.

Und genau das ist das Ziel der Gruppe „Notfalldarstellung“ des Jugendrotkreuzes.

Zum Ein­satz kom­men die Dar­stel­ler des JRK regel­mä­ßig. Nicht nur bei den Übun­gen der Feu­er­weh­ren im Kreis Unna sind sie ein fes­ter Bestand­teil. Auch bei über­re­gio­na­len Ver­an­stal­tun­gen wie dem DRK-Lan­des­wett­be­werb sind die Dar­stel­ler aktiv und hel­fen den Ein­satz­kräf­ten mit ihren schau­spie­le­ri­schen Ein­la­gen, die Übungs­sze­na­ri­en rea­lis­tisch abar­bei­ten zu kön­nen. „Vor 30 Jah­ren hat­ten die Dar­stel­ler immer nur einen Zet­tel umhän­gen, auf dem stand, wel­che Ver­let­zung sie haben soll­ten. Das hat­te aber immer den Nach­teil, dass die Ein­satz­kräf­te nur sehr schwer in eine rea­lis­ti­sche Ein­satz­la­ge ver­setzt wer­den konn­ten. Seit­dem die JRK´ler nicht nur echt wir­ken­de Wun­den schmin­ken, son­dern auch wie wirk­lich Ver­letz­te auf die Aktio­nen der Ein­satz­kräf­te reagie­ren, sind die Übun­gen und Leis­tungs­wett­kämp­fe viel rea­li­täts­nä­her und erfül­len so einen bes­se­ren Ein­satz­zweck“, erklärt der Böne­ner Rot­kreuz­lei­ter Stef­fen Neu­mann, wie­so er bei Übun­gen ger­ne auf die Dar­stel­ler des JRK zurück greift.

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