Die “Alte” wird 90

Sie ist eine ech­te Insti­tu­ti­on und sozu­sa­gen die Alters­prä­si­den­tin des DRK-Orts­ver­eins Bönen, denn nie­mand ist dort län­ger aktiv als sie — und Ehren­mit­glied ist sie ohne­hin schon: Han­ne Lore Hen­sel fei­ert heu­te am Niko­laus­tag ihren 90. Geburts­tag.

Auch wenn sie die prak­ti­sche Arbeit mitt­ler­wei­le den Jün­ge­ren über­lässt, ver­folgt sie doch sehr genau, was „ihre Leu­te” beim DRK aktu­ell so machen. Schließ­lich könn­te man sie mit Fug und Recht „als „Mut­ter der Kom­pa­nie” bezeich­nen.

Ein halbes Jahrhundert aktiv

Mehr als ein hal­bes Jahr­hun­dert, näm­lich seit 56 Jah­ren, enga­giert sich Han­ne Lore Hen­sel inzwi­schen beim Böne­ner Orts­ver­ein des Deut­schen Roten Kreu­zes. Im ver­gan­ge­nen Jahr ist sie für ihre uner­müd­li­che Arbeit von der Vor­sit­zen­den Ange­li­ka Flech­sig aus­ge­zeich­net wor­den.

Gebo­ren wur­de sie 1928 zwar in Wie­scher­hö­fen, aber seit ihrem vier­ten Lebens­jahr lebt sie in Nord­bög­ge. Die Bereit­schaft zu hel­fen, scheint in der Fami­lie zu lie­gen, denn schon früh präg­te sie das Vor­bild ihrer Mut­ter, Hele­ne Milk, die lang­jäh­ri­ge Bereit­schafts­füh­re­rin in Bönen war. Spä­ter ist auch eine ihrer Töch­ter, Ange­li­ka Poth, in ihre Fuß­stap­fen getre­ten.

Auch der Krieg mit sei­nen Bom­ben­an­grif­fen und ihre Erfah­run­gen mit Leid und Tod als Schwes­tern­schü­le­rin in Men­den haben sie nach­hal­tig geprägt. Doch erst 1962 schloss sich Han­ne Lore Hen­sel schließ­lich dem DRK in Bönen an und erleb­te gleich haut­nah den dra­ma­ti­schen Ein­satz der Böne­ner Kräf­te bei der Ham­bur­ger Sturm­flut 1962.

Vielseitig tätig

Über die Jah­re arbei­te­te sie enga­giert als stell­ver­tre­ten­de Bereit­schafts­füh­re­rin, Fahr­dienst­lei­te­rin beim Kreis­ver­band Unna, als Jugend­lei­te­rin und Bereit­schafts­füh­re­rin. Dazu kamen unzäh­li­ge Aus­bil­dungs­lehr­gän­ge, um immer auf dem neu­es­ten Stand zu blei­ben. Das bedeu­te­te auch, viel Zeit in die ehren­amt­li­che Arbeit für den Dienst am Nächs­ten zu inves­tie­ren.

Ohne die Unter­stüt­zung durch ihren Mann Emil wäre das nicht mög­lich gewe­sen, sagt sie rück­bli­ckend. In drit­ter Genera­ti­on ist längst auch Toch­ter Ange­li­ka im DRK aktiv. Sie ist ver­ant­wort­lich für die Blut­spen­de­ak­tio­nen und arbei­tet im Vor­stand mit. So bleibt Han­ne Lore Hen­sel, auch wenn sie jetzt mal ande­ren die Arbeit über­lässt, immer bes­tens infor­miert über „ihren” Böne­ner Orts­ver­ein.

Wir dan­ken Kira Presch für die­sen schö­nen Bericht in der heu­ti­gen Aus­ga­be des West­fä­li­schen Anzei­gers.

 

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