DRK-Gesundheitstipp: 2019 könnte Rekordjahr für Zecken werden — DRK warnt vor Gefahren

Mit den wär­me­ren Tem­pe­ra­tu­ren wer­den auch Zecken in Wäl­dern und auf Wie­sen aktiv. Sie kön­nen gefähr­li­che Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME) und Bor­re­lio­se über­tra­gen. „2018 wur­den laut Robert-Koch-Insti­tut 583 Fäl­le von FSME gemel­det. Mit die­ser hohen Zahl an Krank­heits­fäl­len ist auch die­ses Jahr zu rech­nen. 2019 könn­te ein Rekord­jahr wer­den“, warnt der Bun­des­arzt des Deut­schen Roten Kreu­zes, Prof. Peter Sefrin.

Prof. Sefrin gibt fol­gen­de Tipps, um sich vor Krank­hei­ten zu schüt­zen:

Vor­sor­ge: Zecken haben sich inzwi­schen in ganz Deutsch­land aus­ge­brei­tet. Beson­ders groß ist das FSME-Risi­ko in Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Süd­hes­sen, Thü­rin­gen und Sach­sen. Sie leben in hohem Gras, in Büschen und im Unter­holz. Die Zecken­sai­son dau­ert etwa von April bis Okto­ber. Weil der ver­gan­ge­ne Som­mer sehr warm und der Win­ter mild war, dürf­te es die­ses Jahr beson­ders vie­le Zecken geben. Spa­zier­gän­ger soll­ten lan­ge Hosen mit geschlos­se­nem Schuh­werk tra­gen, sowie ein lan­ges Ober­teil. Zecken­sprays wir­ken nur ein bis zwei Stun­den.

Gründ­li­che Kon­trol­le: Nach dem Auf­ent­halt im Frei­en soll­te man den Kör­per gründ­lich absu­chen – vor allem Haut­fal­ten, Ach­sel­höh­len, Knie­keh­len, Bauch­na­bel und behaar­te Kör­per­stel­len, denn hier sau­gen sich Zecken beson­ders gern fest. Eine Zecke ent­fernt man am bes­ten mit einer
Zecken­kar­te oder einer Zecken­zan­ge aus der Apo­the­ke. Damit die Zecke
mög­lichst haut­nah fas­sen und lang­sam und senk­recht raus­zie­hen – nicht
dre­hen! Die Para­si­ten auf kei­nen Fall quet­schen oder den Kopf abrei­ßen. Kein Alles­kle­ber, Nagel­lack, Ben­zin o.ä. benut­zen. Der Spei­chel mit den Kei­men droht sonst in den Kör­per zu gelan­gen und Krank­hei­ten zu über­tra­gen.

Behand­lung: Nach einem Zecken­stich die Haut beob­ach­ten. Bil­det sich ein
roter Kreis um die Stich­stel­le, soll­te ein Arzt auf­ge­sucht wer­den. Zecken­sti­che an sich sind nicht gefähr­lich, die Krank­hei­ten, die dadurch über­tra­gen wer­den kön­nen, aber schon. Noch häu­fi­ger als FSME tritt Bor­re­lio­se auf, die eben­falls Hirn­haut­ent­zün­dun­gen ver­ur­sa­chen kann und an der jähr­lich tau­sen­de Men­schen erkran­ken. Die Sym­pto­me bei bei­den Krank­hei­ten sind zunächst ähn­lich wie bei Grip­pe: Fie­ber, Kopf- und Mus­kel­schmer­zen. Sie soll­ten unbe­dingt ärzt­lich behan­delt wer­den. Anders als Bor­re­lio­se lässt sich FSME mit Medi­ka­men­ten nicht hei­len. Ein Weg, sie zu ver­hin­dern, gibt es aber:
Jeder soll­te sich gegen FSME imp­fen las­sen. Das hält drei Jah­re, die Kran­ken­kas­se über­nimmt die Kos­ten in den meis­ten Fäl­len. Lei­der machen
nur weni­ge von die­sem Schutz Gebrauch.“

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