Tipps für herbstliche Wandertouren

Die Herbst­fe­ri­en ste­hen vor der Tür. Vie­le Fami­li­en nut­zen sie für aus­gie­bi­ge Wan­der­tou­ren. Berg­wacht-Bun­des­lei­ter Kle­mens Reindl gibt prak­ti­sche Tipps, wie bei der gemein­sa­men Natur­er­fah­rung alle gesund und mun­ter blei­ben:

1. „In den Ber­gen kann sich das Wet­ter schnell ändern. Klei­den Sie sich des­halb in meh­re­ren Schich­ten, die bei Bedarf abge­legt wer­den kön­nen. Eine Regen­ja­cke gehört in jedem Fall ins Gepäck. Fes­tes, bereits ein­ge­lau­fe­nes Schuh­werk sorgt für einen siche­ren Tritt.

2. In den Ruck­sack gehö­ren unbe­dingt ein Han­dy mit gela­de­nem Akku und ein klei­nes Ers­te-Hil­fe-Set mit Ver­bands­päck­chen mit elas­ti­scher Bin­de, Pin­zet­te, Wund­des­in­fek­ti­ons­mit­tel und per­sön­li­chen Medi­ka­men­ten. Stirn­lam­pe, Taschen­mes­ser sowie eine Ret­tungs­de­cke soll­ten nicht feh­len.

3. Ein vol­ler Bauch steigt nicht gern. – Star­ten Sie mit leich­tem Früh­stück in den Tag, wie Müs­li, Obst und Joghurt. Auch Voll­korn­bro­te mit Honig oder Auf­schnitt sind geeig­net. Mei­den Sie unter­wegs fett­rei­ches Essen. Zwi­schen­durch eig­nen sich Müs­li­rie­gel, Nüs­se, Obst oder Brot.

4. Bei einer Tages­wan­de­rung müs­sen Erwach­se­ne min­des­tens zwei Liter Flüs­sig­keit auf­neh­men, Kin­der trin­ken sogar ein­ein­halb- bis zwei­mal so viel. Am bes­ten geeig­net sind Was­ser, Apfel­schor­le, Kräu­ter- oder Früch­te­tee. Einen Liter Was­ser pro Per­son soll­te man als Not­ra­ti­on immer dabei­ha­ben.

5. Las­sen Sie sich nach der Ankunft erst ein­mal Zeit, sich an das ver­än­der­te Kli­ma zu gewöh­nen. Am nächs­ten Tag bie­tet sich eine leich­te Tal­wan­de­rung an. Wie weit und wie hoch man mit Kin­dern gehen kann, hängt von Moti­va­ti­on und Kon­di­ti­on ab. Kin­der brau­chen Abwechs­lung und kei­ne ehr­gei­zi­gen Etap­pen­zie­le. Die größ­te Unfall­ge­fahr ent­steht durch Selbst­über­schät­zung. Das Tem­po bestimmt der lang­sams­te Teil­neh­mer. Pla­nen Sie aus­rei­chend Pau­sen ein und wäh­len Sie die Tour so, dass die Kin­der sich auch abseits des Weges bewe­gen kön­nen. So sind alle ent­spann­ter.

6. Je höher der Berg, des­to dün­ner die Luft und aggres­si­ver die Son­nen­strah­len. Emp­find­li­che Kin­der­haut ver­brennt beson­ders schnell. Den­ken Sie also bit­te auch im Herbst an aus­rei­chen­den Son­nen­schutz.

7. Den­ken Sie bei Aus­flü­gen in die Natur immer auch an einen Müll­sack für Plas­tik­fla­schen, Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, Essens­res­te oder benutz­te Win­deln und Taschen­tü­cher, den sie im nächs­ten Ort, umwelt­scho­nend ent­sor­gen kön­nen.

8. Wäh­len Sie bei einem aku­ten Not­fall die Not­ruf­num­mer 112. Die Ret­tungs­leit­stel­le alar­miert bei Bedarf die Berg­wacht.

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