Wintereinbruch in Bönen

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Der zuge­fro­re­ne See im Mer­gel­berg­wald (Foto: Chr. Kamp / DRK Bönen)

Seit ges­tern Nach­mit­tag fällt auch im Gemein­de­ge­biet dau­er­haft Schnee und es ist win­ter­lich. Da sieht es bei­spiels­wei­se im Mer­gel­berg­wald sehr idyl­lisch aus. Jedoch dro­hen nicht nur dort, son­dern auch an ande­ren Gewäs­sern im Gemein­de­ge­biet gro­ße Gefah­ren. Daher möch­ten wir jedoch drin­gend vor zuge­fro­re­nen Gewäs­sern war­nen!

Wie helfen bei Eiseinbruch?

Wenn die Frost­gra­de Eis­schich­ten auf die Gewäs­ser zau­bern, ist die Ver­lo­ckung groß, sich auf die ver­eis­ten Flüs­se und Seen zu wagen. „Ein Spa­zier­gang auf einem nicht frei­ge­ge­be­nen Gewäs­ser ist gefähr­lich und kann zu einem Ein­bruch ins Eis füh­ren“, warnt Andre­as Geuther von der DRK-Was­ser­wacht. „Die ein­set­zen­de Unter­küh­lung führt schon nach weni­gen Minu­ten zum Ertrin­ken“. Geuther erklärt, wie man ins Eis ein­ge­bro­che­nen Per­so­nen hilft, ohne sich selbst zu gefähr­den:

  1. Beach­ten Sie unbe­dingt die ört­li­chen Warn­hin­wei­se. „Erklä­ren Sie die­se auch ihren Kin­dern. Auf Seen kann das Eis durch Strö­mun­gen unter­schied­lich dick sein. Indus­tri­el­le Zuläu­fe las­sen die Was­ser­tem­pe­ra­tur stei­gen. Beson­ders gefähr­lich sind Tal­sper­ren, deren Pegel sich stän­dig ändert. Dort bil­den sich unter dem Eis Hohl­räu­me. Auch an Fischer­lö­chern, Eis­ris­sen und Ein­bruch­stel­len ist die Trag­fä­hig­keit ver­rin­gert. Ein Knis­tern kün­digt an, wenn das Eis bricht. Ver­las­sen Sie sofort krie­chend die Eis­flä­che — auf dem glei­chen Weg, auf dem Sie gekom­men sind. War­nen Sie ande­re Per­so­nen, die sich auf dem Eis befin­den.“
  2. Schnellst­mög­lich Not­ruf (112) abset­zen! „Ach­ten Sie auf die eige­ne Sicher­heit. Holen Sie sich wei­te­re Unter­stüt­zung, indem Sie laut um Hil­fe rufen. An vie­len Gewäs­sern wer­den zur Win­ter­zeit Hilfs­mit­tel wie Ret­tungs­rin­ge und -lei­nen zur Ber­gung von ein­ge­bro­che­nen Per­so­nen bereit­ge­stellt. Wenn das nicht der Fall ist, rei­chen Sie der ein­ge­bro­che­nen Per­son vom Ufer aus einen Schal, einen Stock oder ähn­li­ches und zie­hen Sie sie aus dem Was­ser. Liegt die Ein­bruch­stel­le wei­ter weg, sichern Sie sich mit einem Seil und „rob­ben“ Sie am bes­ten zur Ein­bruch­stel­le. Hilfs­mit­tel, wie bei­spiels­wei­se eine Lei­ter, kön­nen das eige­ne Gewicht auf dem Eis ver­tei­len und so vor dem eige­nen Ein­bruch schüt­zen.“
  3. Um Kreis­lauf­pro­ble­me zu ver­mei­den, unter­kühl­te Per­son lang­sam erwär­men: „Brin­gen Sie eine unter­kühl­te Per­son in einem war­men Raum. Zie­hen Sie ihr vor­sich­tig die nas­se Klei­dung aus und wickeln Sie sie in eine war­me Decke. Den Betrof­fe­nen mög­lichst wenig bewe­gen. Bei Bewusst­lo­sig­keit kon­trol­lie­ren Sie, ob die Per­son nor­mal atmet. Ist dies der Fall, brin­gen Sie sie in die sta­bi­le Sei­ten­la­ge. Beob­ach­ten Sie immer wie­der die Atmung. Bei nicht nor­ma­ler Atmung bzw. Herz- Kreis­lauf­still­stand begin­nen Sie mit der Herz-Lun­gen-Wie­der­be­le­bung (30 Mal Herz­druck­mas­sa­ge, 2 Mal Beatmen im Wech­sel). Hören Sie erst auf, wenn der Ret­tungs­dienst da ist und Sie dazu auf­for­dert.“

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